Bulgarien hat seinen Start in eine neue numismatische Ära erfolgreich eingeläutet: Die erste 10-Euro-Silbermünze anlässlich des 125. Jahrestages der Einführung von elektrischen Trambahnen in Bulgarien war innerhalb kürzester Zeit ausverkauft. Der ursprüngliche Ausgabepreis lag bei 144,00 Euro (281,64 Lew), doch aufgrund der hohen Nachfrage liegt der aktuelle Marktpreis inzwischen bei rund 400 Euro. Die Münze ist mit nur 5.000 Exemplaren praktisch über Nacht zu einem begehrten Sammlerstück geworden und unterstreicht das große Interesse der Bevölkerung und internationaler Sammler am Euro-Start in Bulgarien.
Auch der erste offizielle Euro-Kursmünzensatz 2026 mit der bulgarischen Nationalseite, bestehend aus 1, 2, 5, 10, 20 und 50 Cent sowie 1 und 2 Euro, erfreut sich großer Beliebtheit. Der Ausgabepreis betrug 23,40 Euro (45,77 Lew) bei einer Auflage von 37.166 Sets. Mittlerweile erzielen diese Sets auf dem Markt Preise zwischen 70 und 100 Euro.
Insgesamt zeigt sich, dass der Euro-Eintritt Bulgariens auf dem Sammlermarkt hervorragend aufgenommen wurde. Sowohl die Silbermünze als auch die Kursmünzensätze verdeutlichen die Attraktivität des Euro als Sammelgebiet: Historische Themen wie die elektrische Straßenbahn kombiniert mit moderner Numismatik begeistern nationale und internationale Sammler gleichermaßen.
Bulgarien setzt sein Münzprogramm 2026 mit einer abwechslungsreichen Serie fort, die Geschichte, Kultur und Religion des Landes feiert: Bereits im März folgen die 5-Euro-Kupfermünze zu „150 Jahren seit der Geburt von Krastyo Sarafov“ aus der Reihe „Renommierte Bulgaren – Bulgarische Künstler“. Im April erscheint eine weitere 10-Euro-Silbermünze zur Bulgarischen Nationalen Wiedergeburt, gewidmet dem 150. Jahrestages des Aprilaufstands. Ergänzend plant die bulgarische Münzprägeanstalt in der zweiten Jahreshälfte 2026 die Ausgabe einer 2-Euro-Gedenkmünze zum Bulgarischen Alphabet, die das kulturelle Erbe des Landes auf Euro-Münzen weiter sichtbar machen wird.
Bildnachweis: Bulgarian Mint


