Neben der klassischen „Polierte Platte“-Variante geben immer mehr Euro-Länder ihre 2-Euro-Münzen auch als „Reverse Proof“-Variante aus. Damit ist eine neuartige Prägequalität gemeint, bei der die üblichen Oberflächenkontraste bewusst umgekehrt werden.
Während bei klassischen Proof-Münzen (Polierte Platte) das Münzfeld spiegelnd und das Motiv mattiert erscheint, ist es beim Reverse Proof genau andersherum: Das Motiv wird hochglänzend poliert ausgeführt, während der Hintergrund eine matte, oft leicht aufgeraute und frostige Oberfläche erhält. Dieser Kontrast sorgt für eine besonders plastische und visuell auffällige Darstellung des Motivs. Reverse-Proof-Prägungen werden meist in aufwendigen Herstellungsverfahren mit speziell vorbereiteten Stempeln und mehrfachen Prägehüben produziert.
Ob sich die neuen 2-Euro-Varianten durchsetzen, ist unklar: „Polierte Platte“-Münzen sind im 2-Euro-Bereich nicht allzu weit verbreitet und sprechen nur einen Bruchteil der Sammler an, während die meisten 2-Euro-Fans ihre Münzen aus dem Umlauf bekommen oder in Normalausführung beim Münzhändler kaufen. Entsprechend sind die Auflagen äußerst gering bemessen und liegen üblicherweise im Bereich von 5.000 Stück. Und bei den bisherigen Ausgaben in „Reverse Proof“ ist bereits eine rückläufige Preisentwicklung zu beobachten.
Foto: DFN San Marino (poste.sm)


