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Unverkaufte Gedenkmünzen kommen zurück: China gibt Restbestände zum Nennwert ab

Unverkaufte Gedenkmünzen kommen zurück: China gibt Restbestände zum Nennwert ab

Zusammenfassung

Chinas Zentralbank bringt nicht eingelöste Gedenkmünzen aus mehreren Jahrgängen erneut über die Banken unter die Bevölkerung. Das Verfahren erlaubt Einblicke in die tatsächliche Nachfrage und in den Unterschied zwischen amtlicher Auflage und verfügbaren Sammlerstücken.

Die landesweite Regelung umfasst Restbestände unterschiedlicher Umlaufgedenkmünzen, darunter Ausgaben zu Nationalparks, dem chinesischen Neujahr, den Olympischen Winterspielen und historischen Gedenkanlässen. Für Peking nennt die Zentralbank acht tatsächlich verfügbare Münztypen aus einem landesweiten Pool von 14. Die lokale Ausgabe begann am 27. Juli und ist grundsätzlich auf ein Jahr angelegt, kann aber für einzelne Münzen früher enden, wenn die Bestände verbraucht sind. Die zugrunde liegende Originalveröffentlichung ist bei Sina dokumentiert.

Reservierungsregeln und Verpackungszustand

Für jede Münzsorte gilt eine Grenze von 20 Stück je Person. Die Vergabe erfolgt nach Eingangsreihenfolge der Reservierungen. Im ersten Monat sind Privatpersonen vorrangig, später können auch Einrichtungen teilnehmen. Besonderes Augenmerk verdient der Hinweis der Zentralbank, dass die Münzen aus vorhandenen Restbeständen neu gezählt und verpackt wurden. Deshalb müssen die Rollen oder Schachteln nicht mehr dem ursprünglichen Ausgabezustand entsprechen. Für einen Sammler, der auf versiegelte Originalverpackungen Wert legt, ist das eine wichtige Unterscheidung.

Was Restbestände über Nachfrage verraten

Die Existenz von Ausgabeüberschüssen bedeutet nicht automatisch einen schwachen Sammlermarkt. Sie kann aus regional unterschiedlichen Reservierungsquoten, nicht abgeholten Bestellungen oder einem vorsichtig kalkulierten Ausgabesystem entstehen. Für die Beurteilung einzelner Jahrgänge müssen deshalb die ursprünglich zugewiesene Menge, die tatsächliche Einlösung und die später erneut bereitgestellten Stücke getrennt ausgewertet werden. Wer allein die nominelle Ausgabeauflage heranzieht, blendet diese Stufen aus.

Folgen für den Zweitmarkt

Wenn offiziell nicht eingelöste Münzen erneut zum Nennwert abgegeben werden, kann das kurzfristig das Angebot erhöhen. Besonders bei häufigen Ausgaben dürfte der Sammleraufschlag dadurch unter Druck geraten. Für Händler und Katalogautoren ist die Restmengenausgabe daher ein zusätzlicher Datenpunkt. Sie zeigt zugleich, wie stark der chinesische Umlaufgedenkmünzenmarkt von zentralbankgestützten Vertriebsvorgängen beeinflusst wird.

Quellen und weiterführende Informationen

COINOSSEUR

Jahr

2017

Seiten

270

Format

DIN A5 (14,8 x 21,0 cm), Hochweriger Graustufen-Druck, Premium-Glanzpapier

Preis

24,90 Euro