Erstmals in der Geschichte des renommierten Wettbewerbs „Coin of the Year“ geht der Gesamtsieg nach China. Bei der Preisverleihung am 27. August 2026 in Pittsburgh wurde die chinesische 10-Yuan-Silbermünze „Chinese Dragon“ zur besten Münze des Wettbewerbs gekürt. Die Zeremonie fand im Rahmen der World’s Fair of Money der American Numismatic Association statt. Für China ist der Erfolg eine Premiere – und zugleich eine bemerkenswerte internationale Anerkennung für die moderne chinesische Münzgestaltung.
Der Wettbewerb gehört seit mehr als vier Jahrzehnten zu den wichtigsten internationalen Auszeichnungen für zeitgenössische Münzen. Für die Ausgabe 2026 standen Münzen des Jahrgangs 2025 zur Wahl. Fast 600 Ausgaben wurden zunächst vom Nominierungskomitee diskutiert, bevor daraus die „COTY 100“ entstanden – jeweils zehn nominierte Münzen in zehn Kategorien. Ein internationales Preisgericht bestimmte anschließend die Sieger der einzelnen Kategorien. Aus diesen zehn Gewinnern wurde schließlich in einer weiteren Abstimmung die Coin of the Year gewählt.
Der chinesische „Chinese Dragon“ hatte bereits die Kategorie „Best Crown Coin“ gewonnen. Die Silbermünze zu 10 Yuan zeigt auf der Vorderseite einen schlangenförmig durch eine Gebirgslandschaft verlaufenden Abschnitt der Chinesischen Mauer. Die Rückseite wird von einem chinesischen Drachen beherrscht. Gestaltet wurde das Motiv von Wang Hu Ming. Als historische Vorbilder dienten unter anderem ein vergoldeter Drache aus der Tang-Dynastie sowie die berühmte Neun-Drachen-Wand in der Verbotenen Stadt von Peking.
Der Gesamtsieg fiel offenbar knapp aus. Nach Angaben der COTY-Koordinatorin Sophia Mattimiro lagen die beiden führenden Münzen während eines Großteils der abschließenden Abstimmung dicht beieinander. Dass sich am Ende die chinesische Silbermünze durchsetzte, sei allerdings keine völlige Überraschung gewesen: Bereits bei der Wahl zum besten Crown Coin habe sich der „Chinese Dragon“ als klarer Favorit erwiesen.
Hallstatt, Notre-Dame und amerikanische Freiheit
In der Kategorie „Most Historically Significant Coin“ setzte sich Österreich mit der 20-Euro-Silbermünze „Beliefs and Rituals – White Gold of Hallstatt“ durch. Die Münze der Münze Österreich widmet sich der historischen Bedeutung Hallstatts und dem Salz, das der Region bereits in vorgeschichtlicher Zeit Wohlstand und weitreichende Handelsbeziehungen verschaffte. Die Ausgabe verbindet damit Archäologie, Kulturgeschichte und Numismatik.

Frankreich gewann die Kategorie „Best Contemporary Event Coin“. Ausgezeichnet wurde die 2-Euro-Gedenkmünze der Monnaie de Paris zum Thema Notre-Dame. Sie nimmt Bezug auf eines der international bedeutendsten französischen Bauwerke und dessen Wiedereröffnung nach dem verheerenden Brand von 2019 und den jahrelangen Restaurierungsarbeiten. Dass eine regulär umlauffähige 2-Euro-Gedenkmünze in dieser Kategorie ausgezeichnet wurde, unterstreicht zugleich die große öffentliche Wirkung des Themas.

Der Preis für die „Best Gold Coin“ ging in die Vereinigten Staaten. Die United States Mint überzeugte mit einer goldenen 100-Dollar-Ausgabe aus der Reihe „American Liberty“. Das Programm gehört zu den gestalterisch ambitionierteren modernen US-Münzserien und interpretiert das traditionelle Motiv der Freiheit in wechselnden zeitgenössischen Darstellungen neu.
Einstein, Drachen und Wissenschaft
Auch in der Kategorie „Best Silver Coin“ war Österreich erfolgreich. Die 20-Euro-Silbermünze „Einstein Ring“ der Münze Österreich erhielt die Auszeichnung für die beste Silbermünze. Der Titel verweist auf ein astrophysikalisches Phänomen, das auf Albert Einsteins Allgemeine Relativitätstheorie zurückgeht: Durch die Ablenkung des Lichts einer weit entfernten Quelle an einem massereichen Objekt kann aus Sicht des Beobachters ein ringförmiges Erscheinungsbild entstehen. Damit verbindet die Münze ein wissenschaftliches Thema mit einer ungewöhnlichen visuellen Umsetzung.
Als „Best Crown Coin“ wurde der spätere Gesamtsieger ausgezeichnet: die chinesische 10-Yuan-Silbermünze „Chinese Dragon“ der Shenzhen Guobao Mint. Der Begriff „Crown Coin“ bezeichnet im Wettbewerb eine größere Münze, bei der die großzügige Fläche besondere gestalterische Möglichkeiten eröffnet. Genau diese nutzt die chinesische Ausgabe mit ihrem detailreichen Drachenmotiv und der Darstellung der Chinesischen Mauer.
Ungarn war in der Kategorie „Best Circulating Coin“ erfolgreich. Die 200-Forint-Münze der Magyar Pénzverő erinnert an die Ungarische Akademie der Wissenschaften. Anders als klassische Sammlermünzen ist diese Ausgabe für den tatsächlichen Zahlungsverkehr bestimmt. Die Auszeichnung zeigt damit, dass anspruchsvolle Gestaltung nicht auf Edelmetall- und Sammlerausgaben beschränkt sein muss.
Digitalisierung als Silber-Niob-Münze
Einen weiteren österreichischen Erfolg gab es in der Kategorie „Best Bi-Metallic Coin“. Prämiert wurde die 25-Euro-Silber-Niob-Münze „Digitalisation“. Die Münze Österreich gehört seit vielen Jahren zu den international bekanntesten Emittenten von Silber-Niob-Ausgaben. Die Kombination verschiedener Metalle ermöglicht starke Farb- und Materialkontraste und eignet sich besonders für technische und naturwissenschaftliche Themen. Die ausgezeichnete Ausgabe widmet sich entsprechend der fortschreitenden Digitalisierung.
Frankreich dominierte zwei der besonders gestaltungsorientierten Kategorien. Als „Most Artistic Coin“ gewann die 10-Euro-Silbermünze „El Dorado – The Sower“. Die Monnaie de Paris verbindet darin das legendäre El Dorado mit der „Semeuse“, der Säerin, einem der traditionsreichsten französischen Münzmotive. Die Ausgabe setzt damit ein klassisches nationales Symbol in einen neuen künstlerischen Zusammenhang.
Auch der Preis für die „Most Innovative Coin“ ging nach Frankreich. Ausgezeichnet wurde die 10-Euro-Silbermünze „90 Years of Lancôme“, ebenfalls von der Monnaie de Paris. Die Ausgabe zum 90-jährigen Bestehen der französischen Kosmetikmarke zeigt, wie weit sich das Themenspektrum moderner Sammlermünzen inzwischen erstreckt. Neben historischen und staatlichen Jubiläen finden zunehmend auch bedeutende Marken und Designtraditionen Eingang in die Numismatik.
Ukrainische Botschaft des Durchhaltens
In der Kategorie „Most Inspirational Coin“ gewann die Ukraine mit der 5-Hrywnja-Münze „Let’s Hold the Line!“. Die aus Neusilber gefertigte Ausgabe der Banknote Printing and Minting Works der ukrainischen Nationalbank steht im unmittelbaren Zusammenhang mit der Situation des Landes und vermittelt eine Botschaft von Widerstandskraft und Zusammenhalt. Damit repräsentiert sie eine Form moderner Gedenkmünzen, bei der nicht allein ein historisches Ereignis dokumentiert, sondern zugleich eine politische und gesellschaftliche Botschaft transportiert wird.
Die zehn ausgezeichneten Münzen zeigen erneut die enorme Bandbreite der heutigen internationalen Numismatik: Sie reicht von Archäologie und Wissenschaft über Architektur, nationale Symbolik und technische Innovation bis hin zu aktuellen gesellschaftlichen Ereignissen. Besonders erfolgreich waren 2026 Österreich und Frankreich mit jeweils mehreren Kategoriesiegen.
Der wichtigste Preis aber geht nach China. Für das Land, das mit seinen Panda-Münzen und zahlreichen modernen Gedenkausgaben längst zu den bedeutendsten Akteuren des internationalen Sammlermünzenmarktes zählt, markiert der Sieg des „Chinese Dragon“ dennoch einen neuen Meilenstein. Nach 43 Jahren „Coin of the Year“ steht erstmals eine chinesische Münze an der Spitze des Wettbewerbs – und ausgerechnet ein Motiv, das wie kaum ein anderes für die chinesische Kultur steht.
Erstmals in der Geschichte des renommierten Wettbewerbs „Coin of the Year“ geht der Gesamtsieg nach China. Bei der Preisverleihung am 27. August 2026 in Pittsburgh wurde die chinesische 10-Yuan-Silbermünze „Chinese Dragon“ zur besten Münze des Wettbewerbs gekürt. Die Zeremonie fand im Rahmen der World’s Fair of Money der American Numismatic Association statt. Für China ist der Erfolg eine Premiere – und zugleich eine bemerkenswerte internationale Anerkennung für die moderne chinesische Münzgestaltung.
Der Wettbewerb gehört seit mehr als vier Jahrzehnten zu den wichtigsten internationalen Auszeichnungen für zeitgenössische Münzen. Für die Ausgabe 2026 standen Münzen des Jahrgangs 2025 zur Wahl. Fast 600 Ausgaben wurden zunächst vom Nominierungskomitee diskutiert, bevor daraus die „COTY 100“ entstanden – jeweils zehn nominierte Münzen in zehn Kategorien. Ein internationales Preisgericht bestimmte anschließend die Sieger der einzelnen Kategorien. Aus diesen zehn Gewinnern wurde schließlich in einer weiteren Abstimmung die Coin of the Year gewählt.
Der chinesische „Chinese Dragon“ hatte bereits die Kategorie „Best Crown Coin“ gewonnen. Die Silbermünze zu 10 Yuan zeigt auf der Vorderseite einen schlangenförmig durch eine Gebirgslandschaft verlaufenden Abschnitt der Chinesischen Mauer. Die Rückseite wird von einem chinesischen Drachen beherrscht. Gestaltet wurde das Motiv von Wang Hu Ming. Als historische Vorbilder dienten unter anderem ein vergoldeter Drache aus der Tang-Dynastie sowie die berühmte Neun-Drachen-Wand in der Verbotenen Stadt von Peking.
Der Gesamtsieg fiel offenbar knapp aus. Nach Angaben der COTY-Koordinatorin Sophia Mattimiro lagen die beiden führenden Münzen während eines Großteils der abschließenden Abstimmung dicht beieinander. Dass sich am Ende die chinesische Silbermünze durchsetzte, sei allerdings keine völlige Überraschung gewesen: Bereits bei der Wahl zum besten Crown Coin habe sich der „Chinese Dragon“ als klarer Favorit erwiesen.
Hallstatt, Notre-Dame und amerikanische Freiheit
In der Kategorie „Most Historically Significant Coin“ setzte sich Österreich mit der 20-Euro-Silbermünze „Beliefs and Rituals – White Gold of Hallstatt“ durch. Die Münze der Münze Österreich widmet sich der historischen Bedeutung Hallstatts und dem Salz, das der Region bereits in vorgeschichtlicher Zeit Wohlstand und weitreichende Handelsbeziehungen verschaffte. Die Ausgabe verbindet damit Archäologie, Kulturgeschichte und Numismatik.
Frankreich gewann die Kategorie „Best Contemporary Event Coin“. Ausgezeichnet wurde die 2-Euro-Gedenkmünze der Monnaie de Paris zum Thema Notre-Dame. Sie nimmt Bezug auf eines der international bedeutendsten französischen Bauwerke und dessen Wiedereröffnung nach dem verheerenden Brand von 2019 und den jahrelangen Restaurierungsarbeiten. Dass eine regulär umlauffähige 2-Euro-Gedenkmünze in dieser Kategorie ausgezeichnet wurde, unterstreicht zugleich die große öffentliche Wirkung des Themas.
Der Preis für die „Best Gold Coin“ ging in die Vereinigten Staaten. Die United States Mint überzeugte mit einer goldenen 100-Dollar-Ausgabe aus der Reihe „American Liberty“. Das Programm gehört zu den gestalterisch ambitionierteren modernen US-Münzserien und interpretiert das traditionelle Motiv der Freiheit in wechselnden zeitgenössischen Darstellungen neu.
Einstein, Drachen und Wissenschaft
Auch in der Kategorie „Best Silver Coin“ war Österreich erfolgreich. Die 20-Euro-Silbermünze „Einstein Ring“ der Münze Österreich erhielt die Auszeichnung für die beste Silbermünze. Der Titel verweist auf ein astrophysikalisches Phänomen, das auf Albert Einsteins Allgemeine Relativitätstheorie zurückgeht: Durch die Ablenkung des Lichts einer weit entfernten Quelle an einem massereichen Objekt kann aus Sicht des Beobachters ein ringförmiges Erscheinungsbild entstehen. Damit verbindet die Münze ein wissenschaftliches Thema mit einer ungewöhnlichen visuellen Umsetzung.
Als „Best Crown Coin“ wurde der spätere Gesamtsieger ausgezeichnet: die chinesische 10-Yuan-Silbermünze „Chinese Dragon“ der Shenzhen Guobao Mint. Der Begriff „Crown Coin“ bezeichnet im Wettbewerb eine größere Münze, bei der die großzügige Fläche besondere gestalterische Möglichkeiten eröffnet. Genau diese nutzt die chinesische Ausgabe mit ihrem detailreichen Drachenmotiv und der Darstellung der Chinesischen Mauer.
Ungarn war in der Kategorie „Best Circulating Coin“ erfolgreich. Die 200-Forint-Münze der Magyar Pénzverő erinnert an die Ungarische Akademie der Wissenschaften. Anders als klassische Sammlermünzen ist diese Ausgabe für den tatsächlichen Zahlungsverkehr bestimmt. Die Auszeichnung zeigt damit, dass anspruchsvolle Gestaltung nicht auf Edelmetall- und Sammlerausgaben beschränkt sein muss.
Digitalisierung als Silber-Niob-Münze
Einen weiteren österreichischen Erfolg gab es in der Kategorie „Best Bi-Metallic Coin“. Prämiert wurde die 25-Euro-Silber-Niob-Münze „Digitalisation“. Die Münze Österreich gehört seit vielen Jahren zu den international bekanntesten Emittenten von Silber-Niob-Ausgaben. Die Kombination verschiedener Metalle ermöglicht starke Farb- und Materialkontraste und eignet sich besonders für technische und naturwissenschaftliche Themen. Die ausgezeichnete Ausgabe widmet sich entsprechend der fortschreitenden Digitalisierung.
Frankreich dominierte zwei der besonders gestaltungsorientierten Kategorien. Als „Most Artistic Coin“ gewann die 10-Euro-Silbermünze „El Dorado – The Sower“. Die Monnaie de Paris verbindet darin das legendäre El Dorado mit der „Semeuse“, der Säerin, einem der traditionsreichsten französischen Münzmotive. Die Ausgabe setzt damit ein klassisches nationales Symbol in einen neuen künstlerischen Zusammenhang.
Auch der Preis für die „Most Innovative Coin“ ging nach Frankreich. Ausgezeichnet wurde die 10-Euro-Silbermünze „90 Years of Lancôme“, ebenfalls von der Monnaie de Paris. Die Ausgabe zum 90-jährigen Bestehen der französischen Kosmetikmarke zeigt, wie weit sich das Themenspektrum moderner Sammlermünzen inzwischen erstreckt. Neben historischen und staatlichen Jubiläen finden zunehmend auch bedeutende Marken und Designtraditionen Eingang in die Numismatik.
Ukrainische Botschaft des Durchhaltens
In der Kategorie „Most Inspirational Coin“ gewann die Ukraine mit der 5-Hrywnja-Münze „Let’s Hold the Line!“. Die aus Neusilber gefertigte Ausgabe der Banknote Printing and Minting Works der ukrainischen Nationalbank steht im unmittelbaren Zusammenhang mit der Situation des Landes und vermittelt eine Botschaft von Widerstandskraft und Zusammenhalt. Damit repräsentiert sie eine Form moderner Gedenkmünzen, bei der nicht allein ein historisches Ereignis dokumentiert, sondern zugleich eine politische und gesellschaftliche Botschaft transportiert wird.
Die zehn ausgezeichneten Münzen zeigen erneut die enorme Bandbreite der heutigen internationalen Numismatik: Sie reicht von Archäologie und Wissenschaft über Architektur, nationale Symbolik und technische Innovation bis hin zu aktuellen gesellschaftlichen Ereignissen. Besonders erfolgreich waren 2026 Österreich und Frankreich mit jeweils mehreren Kategoriesiegen.
Der wichtigste Preis aber geht nach China. Für das Land, das mit seinen Panda-Münzen und zahlreichen modernen Gedenkausgaben längst zu den bedeutendsten Akteuren des internationalen Sammlermünzenmarktes zählt, markiert der Sieg des „Chinese Dragon“ dennoch einen neuen Meilenstein. Nach 43 Jahren „Coin of the Year“ steht erstmals eine chinesische Münze an der Spitze des Wettbewerbs – und ausgerechnet ein Motiv, das wie kaum ein anderes für die chinesische Kultur steht.


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